Plane die Sitzgruppe vor der Diagonale
Bei einem Soloabenteuer schaut eine Person meist ungefähr aus der Mitte auf das Bild. Für einen Mehrspielerabend sitzt vielleicht jemand auf einem seitlichen Sessel und jemand weiter hinten am Tisch. Die Leinwand muss zu dieser Gruppe passen. Deshalb ist die Frage nach „100 oder 120 Zoll“ erst sinnvoll, wenn Breite, Sitzpositionen und Projektorstandort feststehen.
Zeichne die spätere Sitzgruppe grob auf Papier. Markiere den äußersten und den entferntesten Platz. Beide sind wichtig: Von hinten werden kleine Anzeigen schwieriger zu erkennen; seitlich kann die Wiedergabe je nach Leinwandmaterial anders wirken. Eine Herstellerangabe zum Blickwinkel ersetzt die Sichtprobe im konkreten Raum nicht.
Was ein geteiltes Bild rechnerisch bedeutet
Die folgende Tabelle enthält berechnete Geometrie für ein 16:9-Bild, gerundet. Sie ist keine Empfehlung für einen bestimmten Sitzabstand. Bei vier gleich großen, rechteckigen Teilbildern mit je halber Breite und Höhe halbiert sich auch deren Diagonale. Spiele können eine andere Aufteilung und eigene Ränder verwenden.
Die Tabelle lässt sich bei Bedarf seitlich scrollen.
| Gesamtbild | Ungefähre Breite × Höhe | Diagonale eines Viertelbilds |
|---|---|---|
| 90 Zoll | 199 × 112 cm | 45 Zoll |
| 100 Zoll | 221 × 125 cm | 50 Zoll |
| 120 Zoll | 266 × 149 cm | 60 Zoll |
In einem 100-Zoll-Gesamtbild ist dein Viertel also geometrisch etwa so groß wie ein 50-Zoll-Bild. Das sagt noch nichts über Textgröße oder Spieldetails aus. Eine Spieloberfläche, die für das Teilbild anders skaliert, kann sich deutlich von einem einzeln ausgegebenen 50-Zoll-Bild unterscheiden.
Die passende Fläche hängt vom Lichtweg ab
Für einen konventionellen Beamer und einen Ultrakurzdistanzprojektor können unterschiedliche Materialien nötig sein. Besonders lichtlenkende Flächen müssen zur Richtung des einfallenden Projektionslichts passen. Die Materialtabelle von Elite Screens zeigt exemplarisch, dass Hersteller Projektionsart und Material getrennt zuordnen. Eine Kennzeichnung wie ALR allein beantwortet die UST-Frage nicht vollständig.
Prüfe zusätzlich, ob die geplante Montageart freigegeben ist. Eine gute Fläche im falschen Aufbau hilft nicht: Wenn ein Tuch Wellen wirft oder ein Ständer genau im Laufweg steht, bleibt der Spielplatz unpraktisch. In einem Mietzimmer kann eine mobile Lösung sinnvoll sein; an einem dauerhaft geplanten UST-Platz ist eine dafür ausgewiesene, plane Fläche oft die nachvollziehbarere Ausgangsbasis.
Eine Sitzprobe mit drei Anzeigen durchführen
Nimm den tatsächlichen Mehrspielermodus deines Spiels. Bei Mario Kart World ist lokaler Mehrspieler an einer Konsole ein anderer Aufbau als mehrere drahtlos verbundene Konsolen; das erklärt Nintendos Mehrspielerhilfe. Prüfe am entferntesten und äußersten Sitz jeweils folgende Aufgaben:
- Erkennst du die für deine Position wichtigen Symbole während einer Bewegung?
- Kannst du kleine Menüs lesen, ohne ständig nach vorn zu rutschen?
- Bleiben helle und dunkle Bereiche verständlich, wenn das übliche Raumlicht an ist?
Führe die Probe bei der späteren Bildgröße durch. Eine kleine, helle Projektionsfläche ist kein belastbarer Vorgeschmack auf eine deutlich größere Fläche im gleichen Raum. Ändere zunächst Sitzplatz oder Bildgröße und erst danach mehrere Bildregler.
Ein nachvollziehbarer Kaufentscheid
Schreibe vier Angaben zusammen: tatsächliche Bildbreite, entferntester Sitzplatz, Projektorart und Licht zur Spielzeit. Ergänze den Mehrspielermodus, der am schwierigsten zu lesen war. Damit kannst du eine Leinwand deutlich gezielter vergleichen als mit einer Zollzahl allein.
Wenn die Probe an den Randplätzen scheitert, ist ein anderer Sitzplan eine echte Lösung. Noch mehr Diagonale kann hingegen an Wandbreite oder Helligkeit scheitern. Der Mehrspieler-Aufbau verbindet Bildteilung und Controller; die UST-Planung ergänzt Möbel- und Laufwege.